Ziddelwandern - Wenn Ziddels Wandern

Die FW-2009 - Vorbereitungsrätselmails

von Rico & Udo
Die drei Wanderziddel beim Raten
Die drei Wanderziddel beim Raten
(f)Rico & Udo


Ein paar Vorbemerkungen


Eigentlich sind die folgenden Rätsel nur für die mitwandernden Ziddels gedacht, aber falls sich zufällig ein "Nicht-Ziddel" auf diese Seite verirren sollte, darf er natürlich gerne miträtseln. Punkte für die Wanderpokalwertung können sich aber nur die Wanderziddel verdienen, ätsch!
Die Anzahl der jeweils zu verdienenden Punkte steht jeweils in Klammern.

[Ein Hinweis: Als Nichtziddel sind manche Rätsel vermutlich etwas schwer, da hier Ziddel-Insiderwissen benötigt wird.]

Die Rätsellösungen findet Ihr weiter unten...


Die Rätsel


Präambel und Rätsel #1:
Reden wir Fraktur! Ein wenig Zeit ist vergangen, doch jetzt geht es endlich los mit der Rätselei zur diesjährigen FW, der FW09, presented by Rico's Reise-Russen - dem schlagkräftigsten Argument, mal wieder rauszugehen!
Es kommen auch diesmal wieder die bekannten und bewährten Regeln zum Tragen. Für jede richtige Lösung der Hauptfrage gibt es 1 Punkt. Für evtl. Bonusfragen wird es auch Bonuspunkte geben, die jedoch in ihrer Höhe unterschiedlich ausfallen können (zu erreichende Punkte werden aber bei der Frage mit genannt). Es wird insgesamt 15 Fragen geben.

Tacheles! Here we go....

Unsere diesmalige Reiseregion ist ein ziemlich umfangreiches Gebiet, von dem wir freilich nur einen klitzekleinen Ausschnitt erwandern können. Sie überschreitet sogar staatliche bzw. freistaatliche Grenzen. Sie beinhaltet nicht weniger als 20 Berge, 15 verschiedene Landschaften und genausoviel Flüsse; ich könnte es mir also leicht machen und in jeder Frage einen Fluss erraten lassen und gudd. Aber so einfach kommt mir der Pokal nicht abhanden! Bleiben wir doch für den Anfang mal bei den Bergen – die machen übrigens ganz schön was her. Einer tut so, als wär er der zackige Chef in der Gegend, ein anderer ist ganz Ohr, ein dritter wiederum denkt, wir leben noch in der Steinzeit und das Katapult ist noch nicht erfunden, der nächste war schon immer ein Freund der Nordmänner und noch einer hatte mal was mit Uschi Glas…Stop! Jetzt wird’s zu indiskret..das muss reichen.

Frage #1 – Wie heisst unsere diesmalige Wanderregion? (1P)

Bonus #1 – Wer mir 3 Berge aus unserer Region nennt (umschrieben oder nicht umschrieben), kann sich für einen Kickstart 2 Bonuspunkte sichern.



Rätsel #2:
Inzwischen habt ihr also todsicher herausgefunden, in welcher Region wir unterwegs sind. Man denkt ja nicht, dass die ganze Landschaft originär mal bis zum Müggelsee reichte. War aber so. Wie viele Gegenden in unserem schönen Land wurde sie zunächst von Slawen besiedelt, die aufgrund bestimmter landschaftlicher Charakteristika eine ihrer typischen knarzknirschelnden Bezeichnungen vergaben. Im Deutschen bedeutet er „feuchtes, sumpfiges Wiesenland“, was im übrigen schon einen Hinweis auf den Untergrund darstellt, auf dem ihr die 35km abstrampeln dürft.. Ernstlich betrachtet lässt sich unsere Wanderregion, wie schon gestern berichtet, in 15 Landschaften untergliedern. Wir sind in einer bestimmten unterwegs, in der nicht nur die namensrelevanten Anstiege knackig sind, sondern auch der Untergrund – „hart wie …“ (nein, nicht Kruppstahl!) sagt man bekanntlich und davon hat es hier eine ganze Menge. Obwohl sich das Zeug wie gesagt im Untergrund befindet, spiegelt sich das im Namen ganz und gar nicht wieder – komisch eigentlich.

Frage #2 – Wie lautet der Name unserer genauen Wanderregion (zwei Wörter)? (1P)

Bonus #2 – Da die Hauptfrage gaanz leicht war, hier noch ein „richtiges“ Rätsel: Wie ich schon sagte, können wir natürlich nur in einer bestimmten Teilregion wandern (ich hab keine Zeit bis zum Müggelsee). Direkt südlich von unserer Wanderstrecke geht es grenzüberschreitend in ein Gebiet, dessen Stamm- oder zweites Wort man im Süddeutschen unter Hinzuziehung einer Farbe (oder einer Geschmacksrichtung) auch als in Essig gegarte Bratwurst kennt. Ein erstes Wort packt ihr noch dazu und nennt mir den Namen dieses umzingelten Gebiets (1P). Prost!



Rätsel #3:
Nachdem wir nun schon zwei Fragen lang wie die Katze um das Trockenfutter geschlichen sind, begeben wir uns rätselseitig direkt in unseren Startort. Den erreichen wir übrigens dieses Mal wieder ganz umweltbewusst mit der Eisenbahn. Gleich beim Aussteigen ist da dieser Duft…diese Düfte…nach Wald, viel Wald.. und da ist noch was in the air. Keine Liebe, aber die hat auch was damit zu tun. Das kennen wir noch von früher, aus dem Hotel Mama. Wenn wir mal wieder mit akuten Rotaviren (wie man heute sagen würde) aus dem Kindergarten darnieder lagen, gab es das immer zusammen mit viel Pudding..Teufel, wie hiess das Zeug? Hier muss doch irgendwo ein Nest sein..bzw. der Herstellungsstandort. Einen zweifach schmackhaften Punkt für die Bezeichnung des Gebäcks könnt ihr euch hier abholen.

Bonus #3: Nochmal zur Nasenwellness: Wer mir noch schreibt, wann und von wem (Vor- und Nachname) die herstellende Einrichtung gegründet wurde, muss ohne Pudding, aber dafür mit 1 Bonuspunkt ins Bett.


Rätsel #4:
Kommen wir nun zu den drei goldenen Regeln im Umgang mit Kannibalen…nein, aber ähnlich wie Robinson liegt auch der höchste Punkt unserer Wanderung inselartig eingebettet. Ein Glück, dass wir uns den Stress der Besteigung gleich zu Beginn der Strecke antun. Wen ich beim Aufstieg japsen höre, der kann mir gern zum Training nochmal Besiedlungsgeschichte und geologische Entstehungsgeschichte vordeklinieren! Allerdings wäre das ungünstig, denn so würden wir vielleicht den Ruf eines wohlbekannten Tieres („gik-gik-gik“) überhören, der durchaus als Namensgeber für unseren Schweißtreiber hätte gedient haben können. Allerdings nur bis etwa ins 18. Jahrhundert. Heute hat er einen anderen Namen und vermutlich wird ihn deswegen die Uschi aus der HW08 meiden wie der Teufel das Weihwasser.

Frage #4: Wie lautet der Name der Erhebung und wie hoch (ü. d. Meer) ist der dem Himmel am nächsten liegende Punkt unserer Wanderung (dafür müsst ihr addieren und Jens sich überwinden)? (2P.)

Bonus #4: Mit dem Inselartigen war ich noch nicht ganz fertig. Wird doch unser Berg geradezu umarmt von Wald, von viel Wald. Der hat einen speziellen Namen, der, wenn man so will, geradezu kongenial auf eine Eigenschaft dieses, naja, eigentlich jeden Berges hinweist. Wie heisst er? (1P.)



Rätsel #5:
So, die höchste Erhebung der FW09 haben wir bezwungen und rollen nun langsam hangabwärts dem Ziel entgegen. Könnte man meinen. Aber zunächst schauen wir noch am Ursprung eines Gewässers vorbei, das mit ca. 80km Länge zu den längsten Nebenflüssen der Elbe gehört. Sein deutscher Name stammt aus einer slawischen Sprache und bezeichnet einen „Ulmenbach“. Ihr wisst bestimmt längst, worum es geht, deswegen sei nur kurz erwähnt, dass das holde Bächlein auf seinem späteren Lauf sogar eine Klamm besitzt und nicht nur in der Sächsischen Schweiz zahlreiche schöne Wandergelegenheiten zu bieten hat.

Wissen möchte ich von euch etwas anderes. Direkt am Ursprung des klaren Wässerchens hat man mal versucht, wertvolle Dinge aus dem Berg zu holen. Das war im 18. Jh. und ging nicht lange gut. Dabei hat der Bergbau eine lange Tradition: Schon im 13. Jh. wurde am „Eisenberg“ (mittelhochdeutsch ist nicht meine Stärke) versucht, ebenjenes der Erde zu entreissen. Heute sprudelt jedenfalls nur noch frisches Wasser aus dem Loch. Dabei könnte man sagen: Bayerischer Legenden-Humorist trifft Dresdner Weihnachtsgebäck aus der vorigen Generation.

Frage #5: Wie heisst diese Bergöffnung? (1P.)

Bonus #5: Da ich euch (übrigens mit allen Fragen!!!) vom Wikipedia-Abschreiben abbringen will: Weit, weit vorher haben geheimnisvolle italienische Bergleute auch schon im Bonus-Gebiet aus Frage #4 geschürft und gebuddelt. An vielversprechenden Stellen wurden bestimmte Erkennungszeichen in Steine und Bäume gehauen. Wenn ihr die Augen offen haltet, ist es tatsächlich möglich, dass ihr (oder ich ) im dortigen Wald noch einige dieser Zeichen findet. Damit ihr gut darauf vorbereitet seid: Was bedeutet z.B. das mitgeschickte Zeichen? (2P.) Nochmals betont sei, dass bei Nichtwissen unter Umständen auch kreative Bonusantworten belohnt werden!
Was bedeutet dieses Zeichen?



Rätsel #6:
Wenn ihr die Zeichen der Zeit erkannt habt, solltet ihr nun über ausreichend Mittel verfügen, um schnell noch mal in unseren Startort zurückzureisen. Dabei solltet ihr das Geld für den Transport eigentlich aufsparen, denn es gibt kaum eine bessere Adresse für Distanzüberwindungsvehikel wie diese als unseren Startort. Eine lange Tradition von Baumeistern und Baumeisterinnen hat dort gefrickelt, gelötet, geschweisst und geschraubt – bis es vor wenigen Jahren damit ein Ende hatte. Weswegen ihr nun doch zu Fuß weiterlaufen müsst – für den Wandertag überlege ich mir den Umweg noch. Schliesslich wollen wir ja auf 35km Matschtour kommen.

Frage #6: Welches Vehikel meine ich und unter welchem Marken-Namen wurde es bis zum Sommermärchen in unserem Startort produziert? (2P.)

Bonus #6: Wie lautet der vollständige Name des ehemaligen Firmenbesitzers von Frage #6, aus welchem Land stammt er eigentlich und wann ging er in Pension (Jahr)? (3P.)


Rätsel #7:
Während wir nun für längere Zeit das tun, weswegen wir eigentlich hierhergekommen sind – stumpf vor uns hinwandern – könnt ihr mal in Ruhe nachdenken. Über Bäume, Genauer gesagt, über die berühmteste Baumansammlung der Region. Dabei sind fast alle davon eigentlich Ausländer. Okay, Nachbarn. Die müssten sich übrigens während des Sommermärchens 2006 pudelwohl gefühlt haben. Auch noch nach dem Achtelfinale. Wie immer gibt’s natürlich auch einen Aussenseiter. Aber dem wars wahrscheinlich eh zu heiss für Fussball.

Die Legende sagt übrigens, dass es an der Stelle mal ein Lustschloss gab. Das trug seinen Namen derart zu Recht, dass der darin wohnende Gutsherr so viele Söhne bekam, dass er angesichts des alten Satzes „einen Sohn zeugen – einen Baum pflanzen – dein Kampfplatz für Frieden und Völkerverständigung“ gleich mal für jeden Bengel ein Bäumchen spendiert hat. Und das waren eine ganze Menge.

Inzwischen haben wir hoffentlich die Baumansammlung erreicht und können an dem hervorragenden Rastplatz ein hervorragend weich gekochtes Frühstücksei (damit ich nicht wieder Herzen der gesunden Ernährung an empfindlichen Stellen treffe: oder Gummibärchen oder Big Macs – das ist natürlich jedem unbenommen!) zu uns nehmen.

Frage #7 – Welche Baumansammlung meine ich und wann wurde sie wahrscheinlich angelegt? (2P)

Bonus #7 – Die gesuchten Bäume gehören zur selben Gattung, jedoch zu unterschiedlichen Arten. Wenn man jetzt mal so draussen unterwegs ist, sollte man eins wissen…wie unterscheidet man diese beiden Arten eigentlich d.h. woran erkennt man in der Natur den Unterschied? (1P)


Rätsel #8:
Jeder von euch kennt das Problem: Man sitzt schön in einer Ecke seines Gartens und will einfach nur grillen (vgl. auch Rainald G. – „Thüringen“). Die Würste schmauchen, das Feuer brutzelt – doch da kommt der Nachbar an den Zaun und beschwert sich über den Rauch. Und vielleicht naht zu allem Überfluss auch noch der Meier Sepp von der anderen Seite und mooopt rum.. Was tun, habt ihr vielleicht schon oft gedacht? Nun, da gibt’s nur eins: Tatsachen schaffen! Revier markieren! Ihr fragt euch nun bestimmt, was das Ganze mit unserer Wanderung zu tun hat! Nun, eine ganze Menge. Denn auch an unserem Wege finden wir eine solche Markierung, die ziemlich viel mit Grundstücksstreitigkeiten zu tun hat. Das war's heute auch schon mit Hinweisen - aus euren letzten Mails entnahm ich zwischen den Zeilen den Hinweis, dass die Rätsel evtl. ein Stückchen zu leicht geraten!
Ihr könnt gerne auch diesbzgl. Feedback abgeben (ob ich darauf eingehe, weiss ich allerdings noch nicht)...

Frage #8: Welche Wegmarkierung meine ich und wann wurde sie platziert (Jahr)? (2P)

Bonus #8: Was ist darauf zu sehen? (1P)


Rätsel #9:
Kommen wir nun zu einem dunklen Kapitel in der Historie unserer Wanderregion. Die Leute reden nur noch leise am Stammtisch darüber, deshalb wundert euch nicht, wenn meine Hinweise auch etwas indirekt ausfallen. Um mal eine Floskel zu vermeiden: Die Zeiten waren früher auch nicht immer rosig. Manchmal kam es sogar so hart, dass das Wort „Weltwirtschaftskrise“ nur ein müdes Lächeln auf die spröden Lippen der schwer arbeitenden Bevölkerung gezaubert hätte. Also von denen, die überhaupt noch da waren; reduzierte sich doch die Populationsgrösse in jener Zeit rasant und mächtig. Im Falle des Ortes, um den es hier geht, kann man sogar von elementarem Substanzverlust sprechen. So waren nämlich am Ende einer 15 Jahre langen Leidenszeit nurmehr ganze 7 Hansel bzw. Hanselinen vorhanden. Und so findet man in der Gegend noch heute zahlreiche historische Landschaftselemente, die auf dieses Kapitel hindeuten. Vielleicht werden wir auch einige besichtigen. Noch in einem Jahr vor langer Zeit, als der Bodensee mal vollständig zugefroren war (und das muss bekanntlich lange her sein), konnte man auch am Waldrand noch ein paar langgestreckte Hügel sehen, in dem die..also, äh…nun, ihr könnt euch sicher denken, dass die Verblichenen irgendwo hingebracht..wie auch immer: Man hat dieser schlimmen Zeit in dem von uns zu durchwandernden Ort ein Denkmal gesetzt. Ich weiss nicht, ob seine Errichter dabei das schöne alte Volkslied sangen „Oh Yersinia“, aber ich weiss, dass ihr langsam Bescheid wissen müsstet über die ganze Sache!

Frage #9: Was war für viele freie Häuser und Hochkonjunktur für Sargbauer in dem Ort verantwortlich und welches Denkmal (Name) wurde dort errichtet?

Bonus #9: Legende, Legende: Wenn mir jemand noch eine alternative Erklärung zur Herkunft des Denkmals nennen kann (die auch noch stimmt), belohne ich gern und freigiebig mit einem nochmaligen Bonuspunkt!


Rätsel #11:
Ganz in der Nähe unserer Wanderregion beginnt das Brut-, Lebensraum- und Rastgebiet einer besonderen Spezies. Vermutlich existieren noch ca. 60.000 Exemplare dieser Population. Allerdings ist nur noch ca. die knappe Hälfte akustisch von ihren sonst zahlreich vertretenen Brüdern und Schwestern zu unterscheiden. Ihr Vorkommen ist eigentlich nur noch vereinzelt im ländlichen Raum nachzuweisen. Ihre zwitschernden Rufe erklingen von vielen Häusern, Kirchtürmen, Pferderücken und auch im Sandmännchen des Fernsehens kann man sie vernehmen, aber nur sonntags.

Ihre Reviere bei uns bevölkern sie nun schon seit weit über 1000 Jahren. Das gelang ihnen auch durch die Wirren und Schwierigkeiten verschiedener Epochen hindurch. Ihr Populationsgebiet vergrösserte sich und schrumpfte immer wieder, aber Kerngebiet blieb dabei stets unsere (grossräumige) Wanderregion.

Frage #11: Welche Spezies meine ich und welcher Zwitzscherer aus ihren Reihen gilt als der wichtigste bei uns? (2P)

Bonus #11: Was zeigt dieser in den Wirren der Zeit leider nur unvollständig erhaltene Kartenausschnitt (siehe beigefügte Grafik)? (this is a real bonus question - 3P)
Hinweis von Udo: Da aus Copyright-Gründen diese Karte hier nicht präsentiert werden kann, soll zumindest folgendes verraten sein: Zu sehen wäre eine Karte mit den Orten Dresden, W.Redorjecy, Polcnica, Kinsbork, Halstrow, Biskopicy und Wjazonca handelt, außerdem ist eine Grenz in etwa zwischen den Flüßen Elbe und Polcnica eingezeichnet. Vermutlich nicht von Bedeutung, aber es sind außerdem auch noch ein paar Milchflaschen drauf. :D



Rätsel #12:
Heute geht es um einen ganz besonderen Tag im Leben der in #11 zu erratenden Spezies. Wer Frage #11 nicht ganz so metaphorisch gelesen hat wie es vielleicht gedacht war, liegt nun bei dieser Frage eventuell schon in der richtigen Richtung. Mitten im kalten Winter könnte man meinen, ist denn schon wieder Nikolaus? Aber huch, der Monat stimmt nicht. Was wir unseren lieben Kleinen permanent zu vermitteln versuchen, findet hier endlich seine Bestätigung: Wer anderen in schwerer Zeit hilft, soll dafür belohnt werden. Der Nachwuchs steht an diesem Tag überhaupt ziemlich im Mittelpunkt. Bzw. auf dem Fensterbrett. Mama und Papa dagegen schauen gerührt auf die kleine Sroka und denken vielleicht „ist DAS lange her..“

Frage #12: Was findet an diesem Tag statt, um welches Datum geht es und warum muss es gerade dieses (Datum) sein? (3P)

Bonus# 12: Was soll man an diesem Tag auf gar keinen Fall tun? (1P)



Rätsel #13:
Nun geht es langsam mit der Raterei dem Ende zu. Noch 3 Fragen und ihr habt es geschafft. Also noch einmal HÖCHSCHTE KONZENTRATION, es geht um die letzten Punkte.

Inzwischen hat es ja auch der letzte kapiert und ich denke, in der 13. Frage kann man so viel verraten – wir wandern ja dieses Mal bekanntlich in der Lausitz. Ein absolut markantes Merkmal der Lausitz, v.a. der Oberlausitz, ist nun auch ihre Mundart, sodass eine Frage hierzu naütrlich nicht fehlen darf.

Die Lausitzer Dialekte gehören übrigens zum Ostmitteldeutschen und sind mit Dialekten angrenzender Gebiete wie Thüringen, Brandenburg und auch Schlesien verwandt. Man unterscheidet fünf Lausitzer Dialekte, wir werden uns v.a. im Gebiet der Oberlausitzer Mundart bewegen.

Besonders charakteristisch ist freilich das retroflexe („amerikanisch gesprochene“) „R“.

Ein schönes Beispiel und kleine Lebensweisheit für zwischendurch:

Wenn enner zu woas kumm'm will,
do muß'r woas derfinn;
sunnst koannerch's ganze Lab'm lang
im a poar Pfennge schinn!


Damit ich sehe, dass ihr das alles auch verstanden habt, machen wir gleich mal die Probe aufs Exempel:

Frage #13: Was bedeutet das schöne Wort „Rrrrratsi Glasl“ auf hochdeutsch?
(sofern ihr dasselbe Google wie ich habt, braucht ihr es gar nicht erst damit versuchen! Wir sind ja hier nicht bei „Wer wird Millionär?“! Wer es nicht weiss, sei an meine Vorliebe für kreative Antworten erinnert!)

Bonus #13: Was muss man mit seinem Sabbel-und-Mampfwerkzeug anstellen, um das „R“ so gerollt zu kriegen, d.h. was passiert beim echten Lausitzer Edelroller im Mund? Es geht hier um eine möglichst sinnvolle und präzise Beschreibung.



Rätsel #14:
Kinder, wie die Zeit vergeht! Herzlich willkommen zum vorletzten Rätsel. Wer denkt, bis hierhin reicht und gudd, könnte sich verzocken! Parole: weiter fleissig Punkte sammeln! Um die Zeit geht es übrigens auch in der heutigen Frage.

Ganz in der Nähe unserer Wanderroute und nicht weit von unserem Zielort kann man sich intensiv mit der Zeitvergängnis befassen. Dafür ist nicht zuletzt ein guter Mann verantwortlich, den man schon aufgrund seines Namens in diese Branche gesteckt hätte. Inzwischen kuckt er sich seine Kunstwerke in Ruhe von unten an. Obwohl er wahrscheinlich bei der Herstellung alles richtig gemacht hat, gehen seine Zeitvergängnismessgeräte das halbe Jahr bis zu anderthalb Stunden falsch. Schlamperei! Oder doch nicht?

Frage #14: Um welche umgangssprachliche Ortsbezeichnung (!) geht es hier, welche zeitliche Einrichtung meine ich, und wieviele davon kann man dort oder vielleicht sogar auf unserer Strecke bewundern? (2P)

Bonus #14: Im Jahre 2002 gipfelte die freundschaftliche Bande zwischen dem Ort, um den es hier geht, und einem Partnerort (1. welcher? und 2.:) worin? (2P)



Rätsel #15:
Fi-Na-Le! The last Rätsel of FW09. Damit sich jeder noch einmal mit all seinen kombinatorischen Fähigkeiten einbringen kann, gibt es noch einmal eines meiner allseits beliebten Bilderrätsel. Es geht um eine Sehenswürdigkeit auf knapp unter 500m ü NN entlang unserer Wanderroute, die ihr ja nun schon in groben Zügen kennen solltet. Leider kann ich nicht verraten, ob sie eher zu Beginn, mittig oder am Ende der Strecke liegt. Das kriegt ihr schon raus. Der Pokal wartet und nun klick die Maus!

Frage #15: Was zeigt dieses Bild (siehe beigefügte Grafik)? (2P)
("ein Gebäude, siehe Bonusfrage" reicht mir NICHT als Antwort!)
[Hinweis des Webseitenbastlers: Für die werte Webseitenleserschaft wirds wesentlich einfacher als für die Ziddels: Da ich hier das Bild aus Copyright-Gründen nicht darstellen darf, gibts eine Google-Maps-Einbindung. Nicht nur, dass die Ziddels nicht einfach auf die Karte rauszoomen konnten, der fiese Rätselsteller hatte die Ansicht auch noch um einige Grade nach links gedreht!]

FW 2009 - Rätsel #15 auf einer größeren Karte anzeigen

Bonus #15: Wann wurde das Gebäude errichtet? (1P)



Und aus ist die Rätselei!




Die Lösungen


So, hier nun die von Rico's Reise-Russen bereitgestellten Lösungen, damit all die anonymen Mitrater Ihre Ergebnisse vergleichen können.

#1: - Die Lausitz BONUS: z.B. Lausche, Landeskrone, Hochwald, Weifaer Höhe, Bieleboh, Großer Picho
#2: - Oberlausitzer Bergland BONUS: Schluckenauer Zipfel
#3: - Zwieback BONUS: Christoph Hultsch, 1696
#4: - Valtenberg, 612 m BONUS: Hohwald
#5: - Valentin-Erbstollen BONUS: reines Gold
#6: - Fahrrad, Biria BONUS: Mehid Biria, Iran, 2005
#7: - Sieben Linden, Steinigtwolmsdorf, 1760 BONUS: Haarbüschel in Nervenwinkeln Blattunterseite verfärben sich bei Winterlinden eher braun,
Blütenstände: Sommerlinde bis 5 Blüten, Winterlinde bis 11 Blüten
Blätter: Sommerlinden Blattoberseite und Blattstiel behaart, Winterlinde kahl
#8: - Dreiherrenstein, ca. 1750 BOUNS: Die Wappen der drei Grundherren, deren Besitztümer im 18 Jh. hier angrenzten.
#9: - Pest, Pestkreuz Wehrsdorf BONUS: Streit Zweier Handwerksburschen um eine Semmel, einer starb, einer musste Kreuz setzen.
#10: - Spree, drei Quellen, Ebersbach, Kottmar, Neugersdorf BONUS: Die Spree floss im Sommer 2003 in Berlin rückwärts (mehr gereinigte Abwässer als normales Spreewasser).
#11: - Die Sorben - Stanislaw Tillich BONUS: Grenzabschnitt des nach 1945 angedachten lausitzisch-sorbischen Staates
#12: - Vogelhochzeit, 25. Januar, die Vögel fangen nach alter Meinung an, Eier zu legen und zu nisten BONUS: Einen Baum fällen.
#13: - Fernglas BONUS: Beim Sprechen des mundartlichen R-Lautes werden die etwas anghobenen Zungenflanken fest an den mittleren Gaumen gedrückt. Die Zunge bildet eine kleine, nach hinten geöffnete Wanne und bleibt regungslos liegen.
#14 - Sonnenuhrendorf Taubeheim, Sonnenuhren, 17 Stück BONUS: Montevrain, Sonnenuhren entworfen und am dortigen Rathaus angebracht
#15: - Prinz-Friedrich-augsut-Baude in Neudorf BONUS: 1900